Die Rachenmandel (Polypen, Adenoide) liegt an der Rachenhinterwand, oberhalb des Zäpfchens zwischen den beiden Eingängen zur Eustachischen Röhre (Tubenwülste), über welche die Mittelohren belüftet werden. Eine vergrößerte Rachenmandel beeinträchtigt die oberen Atemwege und stört den Sekretabfluss der Nase. Weiterhin kann durch die Verlegung der Tubenwülste oder entzündliche Schwellungen des Lymphgewebes die Belüftung des Mittelohres gestört sein.
Typische Folgen sind
Die operative Rachenmandelentfernung erfolgt in der Regel ambulant am liegenden Patienten in Vollnarkose.
Nach Einsetzen eines Mundsperrers, der sich an den Schneidezähnen bzw. am Oberkiefer und der Zunge abstützt, wird das Gaumensegel angehoben. Nun kann der Nasenrachenraum mit einem Spiegel optimal eingesehen werden. Mit dem Ringmesser wird die Rachenmandel von der Rachenhinterwand gelöst. Nicht entfernte kleine Reste werden unter Sicht entfernt. Leichte Blutungen werden durch Einlegen eines blutstillenden Tupfers zum Stillstand gebracht. Seltenere, stärkere Blutungen werden mit einer elektrischen Pinzette (bipolare Koagulation) verödet. Wenn keine Blutung mehr nachweisbar ist, wird der Mundsperrer entfernt und die Operation beendet.
Behandlungserfolg
Im Regelfall ist mit der Entfernung der Rachenmandel die Beschwerdesymptomatik behoben. Nur in seltenen Fällen können Rachenmandeln erneut wuchern und Beschwerden verursachen.
Häufig wird dieser Eingriff mit einem Trommelfellschnitt und / oder Paukenröhrcheneinlage kombiniert
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